Unter Roten Fahnen
Dieses Heft ist kein harmloses Liederbüchlein, sondern organisierte Klassenpolitik. Gesungen in Hunger, Arbeitslosigkeit, Polizeigewalt und Kriegshetze, schließt es die Reihen: Es macht aus Vereinzelung Solidarität, aus Trauer Entschlossenheit.
Unter dem Fallbeil
Die Sondergerichte der Papen-Diktatur waren Klassenjustiz: harte Urteile gegen Antifaschisten, Milde für faschistische Täter. Diese Broschüre zeigt anhand von Prozessen und Beispielen, wie Polizei, SA und Justiz zusammenwirkten, um die Arbeiterbewegung zu zerschlagen. Sie ist Dokument und Aufruf: Solidarität mit den Gefangenen, Widerstand gegen Terror und Notverordnungen.
Teeplantagen Kulis
Diese Erzählung ist kein exotisches Sittenbild, kein fernes Drama unter Palmen, sondern ein Protokoll der kapitalistischen Wahrheit. Auf den Teeplantagen zeigt sich das System in seiner nacktesten Form: Menschen werden angeworben wie Ware, gebunden durch Vertrag und Schulden, zermürbt durch Hungerlohn, Krankheit und die tägliche Gewalt der Aufseher. Wer den Kopf hebt, wird gebrochen. Wer sich wehrt, wird gejagt.
Selbst enthauptet
Diese Broschüre ist kein literarisches Experiment und keine bloße historische Erinnerung. Sie ist Anklage. Selbst enthauptet! legt offen, was der bürgerliche Staat hinter Mauern und Paragrafen verbirgt: dass sein Strafvollzug kein Instrument der „Gerechtigkeit“ ist, sondern ein Werkzeug der Klassenherrschaft. Wo Armut erzeugt wird, wird Kriminalität produziert – und wo Kriminalität produziert wird, errichtet man Kerker, um die Opfer der eigenen Ordnung erneut zu bestrafen.
Schüsse am Bülowplatz
Die Schüsse am Bülowplatz am 9. August waren kein Zufall und kein isolierter Zwischenfall. Sie stehen für die zunehmende Gewalt, mit der der bürgerliche Staat in der Krise der Weimarer Republik gegen die Arbeiterbewegung vorging. Polizei, Behörden und Teile der Presse wirkten zusammen, um Repression zu rechtfertigen und Widerstand zu kriminalisieren.
Schlächter des eigenen Volkes!
Die Broschüre „Schlächter des eigenen Volkes! Der weiße Schrecken in Bulgarien“ dokumentiert den Terror der bulgarischen Reaktion nach dem Staatsstreich vom 9. Juni 1923. Herausgegeben im Umfeld der Internationalen Roten Hilfe, zeigt sie, wie Militär, Bourgeoisie und Justiz gemeinsam gegen Arbeiter und Bauern vorgingen. Die folgende kurze Inhaltsangabe fasst die wichtigsten Kapitel und Argumente dieser Anklageschrift zusammen.
Tag der Fellachen
„Tag der Fellachen“ zeigt den Bauernaufstand in Palästina als Folge von Landraub und kolonialer Gewalt unter britischer Mandatsherrschaft. Die Besatzer spielen Neutralität, zerschlagen aber jede Revolte mit Repression. Die Lehre ist klar: Befreiung kommt nicht durch Würdenträger, sondern durch Organisation und Zusammenschluss der Werktätigen gegen Imperialismus und Ausbeutung.
Sallai Fürst Ihr letzter Ruf an Euch
Die Broschüre „Sallai, Fürst: Ihr letzter Ruf an Euch“ erschien 1932 nach der Hinrichtung der ungarischen Kommunisten Imre Sallai und Sándor Fürst durch das Horthy‑Regime. Sie ist Anklage gegen faschistische Klassenjustiz. Ihr Andenken soll verpflichten: zum Kampf gegen Faschismus und Klassenjustiz.
Rotbuch gegen Schobers Weißbuch
Das „Rotbuch gegen Schobers Weißbuch“ entstand als Antwort der Arbeiterbewegung auf die staatliche Rechtfertigung der blutigen Wiener Julitage 1927. Während das offizielle Weißbuch die Gewalt der Polizei verteidigte, legte die Österreichische Rote Hilfe mit dem Rotbuch eine Gegenanklage vor, die Arbeitermord, Repression und Klassenjustiz dokumentiert.
Polens Henker und Provokateure
Die Broschüre „Polens Henker und Provokateure“ erschien 1925 als politische Anklageschrift gegen den polnischen Staatsapparat und dessen Vorgehen gegen die revolutionäre Arbeiterbewegung. Sie zeigt, wie Polizei, Justiz und ein Netz von Provokateuren eingesetzt wurden, um Organisationen zu zerschlagen, Prozesse zu konstruieren und politische Gegner systematisch zu verfolgen.
Neger in Amerika
Die Broschüre DIE NEGER IN DEN VEREINIGTEN STAATEN VON NORDAMERIKA (1930) von F. Markosch, herausgegeben von der Internationalen Roten Hilfe, beschreibt die Unterdrückung der Schwarzen Bevölkerung in den USA als Bestandteil der kapitalistischen Klassenherrschaft. Rassismus erscheint darin als Mittel, billige Arbeitskraft auszubeuten und die Arbeiterklasse zu spalten.
Mit Lenin in Sibirien
Das Erinnerungsheft „Mit Lenin in Sibirien“ von A. Schapowalow berichtet von Begegnungen mit Lenin während der sibirischen Verbannung und vom politischen Lernprozess früher russischer Revolutionäre. Es zeigt den Übergang vom Terror der Narodniki zur organisierten Klassenpolitik der Arbeiterbewegung und dokumentiert die Entstehung des revolutionären Marxismus in Russland.
Moskauer Eindrücke
Moskauer Eindrücke von Max Tobler (1927) schildert Beobachtungen aus der jungen Sowjetunion nach der Oktoberrevolution. Der Autor zeigt Moskau als Stadt im Umbruch: geprägt von Armut und Kriegsfolgen, aber zugleich vom Versuch, eine Gesellschaft ohne kapitalistische Ausbeutung aufzubauen.
Illegal durch Italien
Diese Inhaltsdarstellung stellt die Broschüre Illegal durch Italien von Dino Montanara in ihren historischen Zusammenhang. Der Bericht eines kommunistischen Kurieres zeichnet ein eindringliches Bild des faschistischen Italien der dreißiger Jahre: Terror, Verbannung und Ausbeutung bestimmen den Alltag. Zugleich zeigt der Text, dass selbst unter härtester Repression organisierter Widerstand der Arbeiterklasse weiterlebt.
Ihr seid nicht vergessen
Ihr seid nicht vergessen: Dieses Heft ist Anklage und Auftrag. Es nennt die Namen der Ermordeten, der in Haft zu Tode Gequälten und der Hingerichteten, damit die Verbrechen des Faschismus nicht hinter Propaganda verschwinden. Jeder Eintrag zeigt: Terror diente der Zerschlagung der Arbeiterbewegung. Erinnerung heißt Widerstand – organisiert, solidarisch, entschlossen.
Henker des Zaren
Die Kerker des Zarismus waren keine Randerscheinung, sondern ein bewusstes Werkzeug der Klassenherrschaft. Der Kerkermeister‑Prozeß von 1924 machte erstmals öffentlich sichtbar, wie Verwaltung, Militärdisziplin, Kirche und brutale Aufseher zusammenwirkten, um revolutionäre Gefangene zu brechen. Der folgende Bericht erinnert daran: Terror in den Gefängnissen ist kein Zufall – er ist Teil der Herrschaft der Ausbeuter.
Gerechtigkeit für Max Hoelz
Die Broschüre „Gerechtigkeit für Max Hoelz!“ von Erich Mühsam ist mehr als eine Prozesskritik. Sie ist ein politisches Dokument der Kämpfe der frühen Weimarer Republik. Mühsam beschreibt den Fall des Arbeiterführers Max Hoelz als Beispiel für die harten Auseinandersetzungen zwischen Staat und revolutionärer Arbeiterbewegung und ruft dazu auf, das Urteil kritisch zu prüfen.
Für Rettung aller Opfer der Reaktion und des Faschismus
Diese Inhaltsdarstellung erschließt die zentralen Gedanken der Reden André Martys auf der II. Plenartagung der Internationalen Roten Hilfe im Jahr 1935. In einer Zeit des raschen faschistischen Vormarsches formuliert Marty den Anspruch einer internationalen Solidaritätsbewegung, die politische Gefangene verteidigt, den Terror der Reaktion anklagt und die Kräfte des antifaschistischen Widerstands sammelt.
Für Lohnkampf ins Zuchthaus
Die Geschichte der Internationalen Roten Hilfe ist die Geschichte organisierter proletarischer Solidarität. Gegen Klassenjustiz, weißen Terror und faschistische Gewalt entstand ein internationales Netz der Hilfe für verfolgte Kämpfer der Arbeiterbewegung. Die Broschüre zieht nach fünf Jahren Bilanz und zeigt: Solidarität ist keine Wohltätigkeit, sondern eine Waffe im Klassenkampf.
Fünf Jahre internationale Rote Hilfe
Die Internationale Rote Hilfe entstand aus der bitteren Erfahrung des Klassenkampfes: Wo Arbeiter aufstehen, antwortet die Bourgeoisie mit Gefängnissen, Gerichten und Terror. Gegen diese Gewalt stellte die Arbeiterbewegung eine eigene Waffe – organisierte Solidarität. Die Broschüre „Fünf Jahre internationale Rote Hilfe“ zieht Bilanz dieser Kämpfe und zeigt, dass Hilfe für Verfolgte kein Akt der Mildtätigkeit ist, sondern Teil des revolutionären Kampfes gegen Ausbeutung, Faschismus und Klassenjustiz.
Folterkammer Amerika
Diese Inhaltsangabe stellt die Broschüre Folterkammer Amerika. Sieben Jahre Sacco–Vanzetti (1927) vor. Sie zeigt, wie aus antikommunistischer Hysterie, Fremdenfeindlichkeit und Behördenwillkür ein Urteil gegen zwei Arbeiteraktivisten geformt wird – trotz Alibis, Widersprüchen und späteren Geständnissen anderer Täter. Der Text macht deutlich: Der Fall ist nicht Vergangenheit, sondern Lehrstück über politische Justiz und die Notwendigkeit internationaler Solidarität.
Dokumente zum Wiener Schutzbundprozeß
Dieses Heft legt Akten auf den Tisch: Schreiben, Berichte und Protokolle, die den Wiener Schutzbundprozeß in ein anderes Licht rücken. Es zeigt die jahrelange Aufrüstung der Heimwehr, die Duldung durch Teile des Staatsapparats und die politische Logik der „inneren Abrüstung“ gegen die Arbeiterbewegung. Die Dokumente sind kein Staub der Archive, sondern Beweismaterial – gegen die Verdrehung der Geschichte und für klare Schlussfolgerungen heute.
die wahrheit über den Blutsonntag in Altona
Der Blutsonntag von Altona am 17. Juli 1932 war kein zufälliger Straßenkrawall, sondern ein Ereignis, das die zugespitzten Klassenkämpfe der letzten Jahre der Weimarer Republik sichtbar machte. Die folgende Darstellung fasst die zentrale Argumentation der Broschüre der Roten Hilfe zusammen. Sie zeigt, wie faschistische Straßenverbände, staatliche Gewalt und eine gezielte Propaganda zusammenwirkten, um die Arbeiterbewegung zu treffen und die politische Wirklichkeit umzudeuten.
Die Verbreches der faschstischen Inquisition
Dieses Heft ist eine Anklage gegen den faschistischen Staat und seine Kerker. Anhand der Folterpraxis, der inszenierten „Selbstmorde“ und des Mordes an Gastone Sozzi zeigt es, wie Terror zum Regierungswerkzeug wird, wenn der Widerstand nicht bricht. Die folgenden Kapitel fassen die wichtigsten Argumente und Fälle zusammen und machen deutlich: Gegen Inquisition hilft nur organisierte Solidarität und Kampf in Betrieben und auf der Straße. Schweigen schützt die Täter. Handeln schützt die Gefangenen.
Die Blutarbeit der Schwarzhemden
Diese Broschüre dokumentiert die Gewalt des italienischen Faschismus in den Jahren der Machtkonsolidierung Mussolinis. Anhand zahlreicher Beispiele aus Gefängnissen, Gerichten und von den Überfällen der Schwarzhemden zeigt sie, wie Terror, Ausnahmegesetze und Sondergerichte zu einem politischen System verschmolzen. Der Text ist zugleich Anklage und Warnung: Er macht sichtbar, dass faschistische Herrschaft auf Einschüchterung, Zerschlagung der Opposition und systematischer Verfolgung politischer Gegner beruht.
Die kantoner komune
Die Kantoner Kommune von 1927 gehört zu den bedeutenden, oft vergessenen Momenten der revolutionären Geschichte des 20. Jahrhunderts. Ihr kurzer, aber entschlossener Versuch, eine Macht der Arbeiter und armen Bauern aufzubauen, traf sofort auf den vereinten Terror der einheimischen Reaktion und der imperialistischen Mächte. Der folgende Artikel zeichnet die Ereignisse nach und zeigt, wie der weiße Terror in Kolonien und Halbkolonien als Instrument der Klassenherrschaft eingesetzt wurde.
Des Volkes Blut
Der Band „Des Volkes Blut – Zehn Jahre weißer Terror“ ist mehr als eine historische Dokumentation. Er ist eine Anklageschrift gegen die Gewalt, mit der die herrschenden Klassen nach dem Ersten Weltkrieg gegen Arbeiter, Bauern und revolutionäre Bewegungen vorgingen. Die Beiträge aus vielen Ländern zeigen, daß Terror kein Zufall ist, sondern ein bewusst eingesetztes Mittel zur Sicherung kapitalistischer Herrschaft. Zugleich erinnert das Werk daran, daß Solidarität und organisierter Widerstand die notwendige Antwort auf Verfolgung und Klassenjustiz sind.
Der unbekannte Soldat der Revolution
Diese Broschüre ist ein Gegen-Denkmal. Sie ehrt nicht den namenlosen Soldaten, den der Imperialismus in seine Kriege treibt, sondern den unbekannten Kämpfer der Revolution, den Polizei, Kerker und Folter brechen sollen. Die Berichte über Flucht, Haft und weißen Terror zeigen: Solidarität ist keine Phrase, sondern eine Waffe. Wer das liest, soll handeln – gegen Repression, gegen Krieg, für die Rote Hilfe.
Das Polen Pilsudskis
Diese Broschüre entstand 1926 als Alarmruf der Internationalen Roten Hilfe gegen den weißen Terror in Polen. Sie zeigt, wie unter Piłsudskis Regime Verfassung und Recht zu Deckmänteln werden: Gefängnisse, Prozesse, Folter, Provokation und Schüsse auf Hungernde. Der Bericht nennt Täter, Methoden und Opfer und ruft zur Solidarität auf: Für Amnestie, Freiheit der politischen Gefangenen und internationalen Druck gegen Kerker und Mord. Widerstand braucht Schutz und Beistand über Grenzen hinweg jetzt.
DAS GOLGATHA DES WEISSRUSSISCHEN VOLKES
Die Schrift Das Golgatha des weißrussischen Volkes entstand 1928 im Schatten eines großen politischen Prozesses. Sie ist mehr als ein Bericht über ein Gerichtsverfahren: Sie ist eine Anklage gegen ein System aus Großgrundbesitz, Militärherrschaft und nationaler Unterdrückung. Die Broschüre zeigt, wie soziale Ausbeutung, kulturelle Entrechtung und staatlicher Terror zusammenwirken, um eine aufkeimende Bauern‑ und Arbeiterbewegung zu brechen. Zugleich macht sie sichtbar, warum sich die Hromada als Ausdruck des Widerstands der werktätigen Massen entwickeln konnte.
Das blutende China
Diese Zusammenfassung der Broschüre „Das blutende China“ von Deng‑Bao‑Sjang stellt die Ereignisse der chinesischen Revolution in den Jahren 1923–1927 dar. Der Text zeigt den weißen Terror von Militaristen, Bourgeoisie und imperialistischen Mächten gegen Arbeiter und Bauern. Zugleich macht er deutlich, dass die revolutionären Kämpfe trotz Niederlagen weitergingen. Die Broschüre ist zugleich Dokument der Zeit und Aufruf zur internationalen Solidarität mit den Unterdrückten Chinas.
Civitavecchia _- ein Friedhof der Lebenden
Diese Broschüre führt in eine der düstersten Wirklichkeiten des italienischen Faschismus: das Zuchthaus von Civitavecchia. Der Bericht zeigt, wie politische Gefangene durch Isolation, Hunger, Zensur und Gewalt systematisch zermürbt werden sollen. Zugleich macht der Text deutlich, dass Kerker und Repression den Widerstand nicht brechen konnten. Die Namen der Gefangenen und ihre Standhaftigkeit erinnern daran, dass antifaschistische Solidarität über Mauern hinweg wirkt und Teil des gemeinsamen Kampfes gegen Unterdrückung bleibt.
Bei den Familien der Februar-Kämpfer in Wien
Diese Broschüre berichtet von den Folgen der Februarkämpfe 1934 in Wien. Sie führt in Wohnungen von Arbeiterfamilien, deren Angehörige gefallen, verhaftet oder zur Flucht gezwungen wurden. Der Bericht zeigt Hunger, Verfolgung und staatlichen Terror – aber auch Mut, Zusammenhalt und ungebrochenen Widerstand. Die geschilderten Begegnungen machen deutlich, dass internationale Solidarität für die Betroffenen überlebenswichtig war und zugleich ein politisches Zeichen gegen Faschismus und Repression setzte.
Aus den Totenhäusern
Die Broschüre „Aus den Totenhäusern Großrumäniens“ ist ein erschütterndes Dokument über das Gefängnissystem Rumäniens in den 1920er Jahren. Vasile Spiru schildert anhand konkreter Berichte das Leben politischer Gefangener, die wegen ihrer politischen Überzeugungen eingesperrt, misshandelt und oft in den Tod getrieben wurden. Die Texte sind zugleich Anklage und Zeugnis: Sie zeigen, wie staatliche Repression gegen Arbeiter, Bauern und Revolutionäre eingesetzt wird und wie selbst unter den brutalsten Bedingungen Solidarität und Widerstand entstehen.
Amnestie
Die Broschüre Amnestie entstand in einer Zeit scharfer sozialer und politischer Konflikte. Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und staatliche Notverordnungen prägten den Alltag vieler Arbeiter und ihrer Familien. Gleichzeitig verschärfte sich die Repression gegen politische Aktivisten, während faschistische Gewalt oft milde behandelt wurde. Die Rote Hilfe stellte dem die Forderung nach Solidarität und Vollamnestie entgegen. Der folgende Artikel zeichnet Inhalt und Argumentation dieser Kampfbroschüre nach und zeigt, wie sie Klassenjustiz, Gefängnissystem und politische Verfolgung anklagt und zur gemeinsamen Gegenwehr aufruft.
Acht Opfer des Klassenhasses
Die Schrift „Acht Opfer des Klassenhasses“ erinnert an das Haymarket-Verfahren in Chicago und an acht Männer, die zum Symbol des Kampfes der Arbeiterbewegung wurden. Der Text zeigt, wie aus sozialen Forderungen nach dem Achtstundentag ein politischer Prozess entstand, in dem nicht eine Tat, sondern eine Bewegung verurteilt wurde. Die Geschichte dieser Angeklagten steht für eine Epoche scharfer Klassenkonflikte und für den Versuch, organisierte Arbeiter durch Repression und Abschreckung zu brechen. Zugleich bewahrt sie die Erinnerung an Mut, Solidarität und den Anspruch auf soziale Gerechtigkeit.
15 Jahre weisser Terror
Diese Zusammenfassung der Broschüre "15 Jahre weißer Terror" erinnert daran, dass Repression, Faschismus und Krieg keine Zufälle der Geschichte sind, sondern Ausdruck der Machtinteressen des Kapitals. Die Dokumentation zeigt, wie Staaten, Militär und paramilitärische Kräfte weltweit gegen Arbeiterbewegungen und Befreiungskämpfe eingesetzt wurden. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass Terror stets auf Widerstand stößt. Die Geschichte des weißen Terrors ist daher auch eine Geschichte von Solidarität, Standhaftigkeit und internationalem Klassenkampf
13 Tage im Hungerstreik
Der Hungerstreik der 75 Festungsgefangenen in Hamburg Fuhlsbüttel im März 1925 gehört zu den eindrucksvollsten Akten proletarischen Widerstands gegen die Klassenjustiz der Weimarer Republik. Unter Bedingungen harter Haft, Isolation und systematischer Schikanen griffen politische Gefangene zum äußersten Mittel des Kampfes, um ihre Rechte zu verteidigen und die Verbindung zur Arbeiterbewegung aufrechtzuerhalten. Die folgende Darstellung zeichnet die politischen Hintergründe, den Verlauf des Streiks und seine Bedeutung für den Kampf gegen staatliche Repression nach.
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