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Krieg ist Klassenpolitik
Mit dem 100‑Milliarden‑Sondervermögen für die Bundeswehr und den fortlaufenden Waffenlieferungen in den Ukrainekrieg hat die Bundesregierung eine historische Weichenstellung vollzogen. Innerhalb weniger Wochen wurden Schulden in nie gekannter Höhe mobilisiert, parlamentarische Hürden beseitigt und eine neue Normalität der Aufrüstung geschaffen. Was als Ausnahme verkauft wurde, ist längst zum Dauerzustand geworden – begleitet von einer moralischen Mobilisierung der Bevölkerung.
01/26
Vom Klassenkompromiss zur Defensive
Diese Phase ist gekennzeichnet durch die Stabilisierung des fordistischen Klassenkompromisses, seine schrittweise Erosion seit den 1970er Jahren und den Übergang in eine Epoche permanenter Krise. Gewerkschaften agieren zunehmend in der Defensive: Rationalisierung, Standortkonkurrenz, Sozialabbau und Prekarisierung schwächen die kollektive Kampfkraft. Zugleich dienen Aufrüstung, Kriegspolitik und internationale Blockkonfrontation als Mittel zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen. Die zentrale Frage dieser Periode lautet, ob Gewerkschaften auf die Verwaltung von Niederlagen reduziert werden – oder ob sie erneut zu Werkzeugen des Widerstands der Lohnabhängigen werden. Teil 3
01/26
Einbindung der Arbeiterbewegung (1918–1957)
Diese Phase ist geprägt vom Übergang der offenen Klassenkonfrontation zur regulierten Auseinandersetzung innerhalb staatlicher und betrieblicher Institutionen. Auf die revolutionäre Erschütterung von 1918/19 folgen Kompromisse, Spaltungen und Niederlagen, die in der Zerschlagung der Arbeiterbewegung durch den Faschismus münden. Der Wiederaufbau nach 1945 erfolgt unter veränderten Kräfteverhältnissen: Gewerkschaften werden erneut zu Massenorganisationen, jedoch zunehmend in eine staatlich regulierte Ordnung eingebunden. Die zentrale Frage dieser Periode lautet, wie weit Klassenmacht institutionalisiert werden kann, ohne ihren antagonistischen Charakter zu verlieren. Teil 2
01/26
Formierung der Arbeiterklasse
Behandelt werden die Herausbildung der Arbeiterklasse als gesellschaftliche Kraft, die Entstehung früher Gewerkschaften aus den materiellen Bedingungen der Industrialisierung sowie die erste große Bewährungsprobe im imperialistischen Krieg. Deutlich wird dabei, dass Ausbeutung, staatliche Gewalt und Militarisierung keine Nebenbedingungen, sondern treibende Faktoren der Organisierung sind – und dass sich hier bereits die Grundfragen von Reform, Anpassung und eigenständiger Klassenmacht zuspitzen.Teil 1
01/26
Wie Staat und Banken politische Gegenmacht angreifen
01/26
Wie der Staat oppositionelle Organisationen zerschlägt
01/26
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