Nach 1945

Die Seite „Nach 1945“ auf streiflichter.org ist als Sammlung von Broschüren und thematischen Beiträgen zur deutschen und internationalen Nachkriegsgeschichte angelegt. Im Mittelpunkt steht die politische Neuordnung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Behandelt werden die Niederlage des deutschen Faschismus, die Besetzung Deutschlands durch die Alliierten und die Auseinandersetzung um die Zukunft des Landes. Die Sammlung verweist unter anderem auf die Konferenz von Jalta 1945, die neue Lage in Deutschland und die Deutschlandfrage. Die Beiträge zeigen, dass die Nachkriegszeit nicht nur Wiederaufbau bedeutete, sondern auch einen Kampf um Entnazifizierung, demokratische Erneuerung und gesellschaftliche Machtverhältnisse. Zugleich wird deutlich, wie Deutschland zum Schauplatz der entstehenden Blockkonfrontation des Kalten Krieges wurde. Der rote Faden ist die „Deutschlandfrage“: Einheit oder Teilung, Entnazifizierung oder Restauration, Neutralität oder Einbindung in neue Machtblöcke. Zusammengefasst ordnet die Sammlung das Jahr 1945 als Beginn einer neuen Epoche ein, in der die Befreiung vom Faschismus zugleich den Kampf um die gesellschaftliche Zukunft Deutschlands eröffnete.

Es geht um das Schicksal der Menschheit
Dieses Heft von 1949 stellt die Systemfrage scharf: Liberalismus, Kapitalismus oder Sozialismus. Es liest die Nachkriegswelt als Klassenkampf um Zukunft, Frieden und Menschheit – und fordert, die bürgerliche Ordnung nicht zu retten, sondern zu überwinden.
Entnazifizierung in NdS
Diese Broschüre zeigt die Entnazifizierung in Niedersachsen als verwalteten Klassenkompromiss: Nicht die Zerschlagung alter Machteliten stand im Zentrum, sondern ihre kontrollierte Wiedereingliederung in Staat, Wirtschaft und Justiz. Antifaschismus wurde gezähmt, Kontinuität gesichert.
Der Klerikalismus im Angriff
Diese Schrift von 1954 seziert den politischen Klerikalismus der Adenauer-BRD: Schule, Familie, Medien und Militär erscheinen als Kampffelder um Macht und Bewusstsein. Marxistisch gelesen wird sichtbar, wie Religion zur Stütze bürgerlicher Herrschaft gegen Aufklärung, Sozialismus und Arbeiterinteressen wird.
Anpacken wir schaffen es! (SPD)
Diese SPD-Wahlbroschüre inszeniert Wiederaufbau, Fürsorge und Wohnungsbau als sozialdemokratische Tat. Marxistisch gelesen zeigt sich ihre Scheinheiligkeit: Sie klagt Preise, Not und Marktpolitik an, bleibt aber im Rahmen derselben bürgerlichen Ordnung, die das Elend erzeugt.
Die Deutsche Frage
Diese Broschüre von 1947 führt mitten in die deutsche Frage nach Faschismus, Militarismus und Neuordnung. Foersters Warnung und die Antworten aus In- und Ausland zeigen: Ohne Bruch mit Preußentum, Kapitalmacht und alter Staatsräson bleibt Befreiung bloß Versprechen – die Restauration lauert bereits.
Amtsblatt der Militärregierung
Das Amtsblatt Nr. 15 zeigt, wie die britische Militärregierung 1947 Verwaltung, Justiz, Finanzen und Versorgung ordnete. Zwischen Wiederaufbau und Kontrolle wird sichtbar, wie staatliche Formierung im Nachkriegsdeutschland stets auch Klassenmacht organisierte.
Wer hilft wem
Ernst Krügers Schrift fragt 1947, wem die American Federation of Labor (AF of L) tatsächlich hilft. Sie entlarvt ihre „Hilfe“ als antikommunistische Einflussnahme im Dienst des US-Kapitals – gegen die Einheit der deutschen Gewerkschaften und für die Spaltung des Landes.
Max Reimann Rede vor dem Bundestag 4.12 1952
Max Reimanns Rede von 1952 entlarvt den Generalvertrag als Instrument westdeutscher Remilitarisierung und imperialistischer Fremdherrschaft. Gegen Adenauers Kurs setzt sie die Forderung nach Frieden, Viermächteverhandlungen und einem einheitlichen, souveränen Deutschland.
Fort mit dem KPD Verbot
Dieses Bulletin dokumentiert den Kampf gegen das geplante KPD-Verbot 1953: gegen Adenauers autoritären Kurs, Wiederbewaffnung und Faschisierung. Es zeigt, wie bürgerliche Demokratie zur Klassenherrschaft wird – und warum Arbeiterbewegung und Antifaschismus untrennbar sind.
Goebbels Journalisten in Bonner Diensten
Diese Dokumentation legt die personellen Kontinuitäten faschistischer Propaganda in Presse und Staatsapparat der frühen Bundesrepublik offen. Sie zeigt, wie alte Schreibtischkrieger im Dienst von Aufrüstung, Antikommunismus und Klassenherrschaft weiterwirkten
Gestapo und SS Führer kommandieren Westdeutsche Polizei
Diese Dokumentation legt offen, wie in der frühen BRD alte Gestapo-, SS- und Polizeikader wieder Macht erhielten. Sie zeigt den antifaschistischen Kern der deutschen Frage: Der Staatsapparat blieb Klasseninstrument der Monopole – gegen Arbeiterbewegung, Frieden und Demokratie.
Notdienstgesetz für Frauen - Nein
Diese Broschüre entlarvt das Notdienstgesetz als Instrument staatlicher Mobilmachung: Frauen sollen für Rüstung, Verwaltung und Krieg verfügbar gemacht werden. Gegen Zwangsdienst, Grundrechtsabbau und imperialistische Kriegsvorbereitung setzt sie organisierten Widerstand.
nun Notstand für alle
Horst Bethges Schrift legt offen, wie Notstandsgesetze, Rüstung und Antikommunismus ineinandergreifen: nicht als Schutz der Demokratie, sondern als Vorbereitung autoritärer Klassenherrschaft. Ein Dokument, das zur Wachsamkeit und zum Widerstand drängt.
Zur Deutschlandfrage
Diese DFU-Schrift von 1961 stellt die Deutschlandfrage als Klassenfrage von Krieg und Frieden. Gegen Adenauers Aufrüstung und Bonns Machtpolitik fordert sie Friedensvertrag, Neutralität, Abrüstung und Verständigung – ein Dokument wider imperialistische Eskalation.
Zur Neuen Lage in Deutschland
Ulbrichts Rede vom 18. August 1961 deutet den 13. August als klassenbewusste Antwort des ersten deutschen Arbeiter-und-Bauern-Staates auf NATO-Aufrüstung, Revanchismus und Westberliner Frontstadtpolitik – ein Dokument über Friedenssicherung, Staatsmacht und den Kampf um Deutschlands Zukunft.
Die Konferenz von Jalta 1945
Diese VVN-Dokumentation verteidigt Jalta als antifaschistische Friedensordnung gegen revanchistische Geschichtslügen. Sie zeigt, wie die Anti-Hitler-Koalition Faschismus, Militarismus und Monopolmacht brechen wollte – und warum dieser Kampf bis heute Klassenfrage bleibt.
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