Vor Gericht
politischer Mammutprozeß vor der IV. Großen Strafkammer
Die Broschüre „15 Männer verteidigen ihr Recht. Ein politischer Mammutprozeß vor der IV. Großen Strafkammer in Düsseldorf“ zeigt konzentriert, wie der bürgerliche Staat der frühen Bundesrepublik seine Justiz als Klassenwaffe gegen Kommunisten und jede konsequente Opposition einsetzte. Vor Gericht standen keine Kriminellen, sondern politisch aktive Arbeiter und Demokraten, deren angebliches „Vergehen“ in Kandidatur, Überzeugung und organisiertem Widerstand gegen Reaktion, Wiederbewaffnung und Entrechtung bestand. Der Prozeß entlarvt den Antikommunismus als Herrschaftsinstrument des westdeutschen Monopolkapitals, das mit Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht die Arbeiterbewegung einschüchtern und aus dem politischen Leben drängen wollte.
Der Fall Professor Huber
Die Broschüre Der Fall Professor Huber zeigt am Schicksal des ermordeten Gelehrten Kurt Huber, wie der deutsche Faschismus nicht nur Menschen verfolgte und vernichtete, sondern zugleich Wissenschaft, Kunst, Erziehung und freies Denken systematisch unterwarf. Der Band macht deutlich, dass Hubers Widerstand kein Einzelfall war, sondern aus dem Widerspruch zwischen geistiger Redlichkeit und faschistischer Barbarei erwuchs. Gerade darin liegt die bleibende Bedeutung dieser Schrift: Sie ist Erinnerung an ein Verbrechen und zugleich Anklage gegen ein System, das den Geist in den Dienst von Terror, Krieg und Reaktion zwang.
Methoden politischer Strafjustiz in Niedersachsen 1966
Methoden politischer Strafjustiz in Niedersachsen 1966 ist mehr als eine juristische Dokumentation. Die Schrift zeigt, wie politische Justiz in der Bundesrepublik gegen Kommunisten, Antifaschisten und andere oppositionelle Kräfte eingesetzt wurde. An konkreten Verfahren, Überwachungsmaßnahmen und Urteilen macht sie sichtbar, dass es nicht um neutrale Rechtsprechung, sondern um Einschüchterung, Disziplinierung und Ausschaltung politischer Gegner ging. Damit wird die Broschüre zu einer scharfen Anklage gegen den antikommunistischen Staatsapparat der Nachkriegszeit und gegen die Klassenjustiz, die demokratische Rechte im Namen der Ordnung unterdrückte.
Prozess in der Strafsache
Der Text „Prozess in der Strafsache“ beleuchtet einen politischen Strafprozess und macht sichtbar, wie Justizverfahren im Kontext gesellschaftlicher Machtverhältnisse geführt werden. Im Mittelpunkt stehen die Anklage, die Verteidigung und der Verlauf der Verhandlung im Gerichtssaal. Die Darstellung zeigt, wie polizeiliche Ermittlungen, staatsanwaltliche Argumentation und gerichtliche Entscheidungen zusammenwirken und dabei nicht nur juristische, sondern auch politische Konflikte widerspiegeln. Der Artikel ordnet das Verfahren in seinen historischen und politischen Zusammenhang ein und verdeutlicht, welche Bedeutung solche Prozesse für die Auseinandersetzung zwischen Staat und politischer Opposition besitzen.
Gewerkschaftsfeinde in Richterroben
Die Broschüre „Gewerkschaftsfeinde in Richterroben“ deckt eine der grundlegenden Kontinuitäten der Nachkriegsordnung auf: Die Justiz der Bundesrepublik entstand nicht aus einem Bruch mit dem Faschismus, sondern aus der Übernahme seiner juristischen Eliten. Richter und Staatsanwälte, die im Dienste der faschistischen Diktatur Gewerkschafter, Sozialdemokraten, Kommunisten und andere Antifaschisten verfolgten, verurteilten und in den Tod schickten, konnten nach 1945 vielfach ungehindert ihre Laufbahn fortsetzen. Damit blieb auch der Geist der Klassenjustiz erhalten. Die hier versammelten Beispiele zeigen, wie eng Faschismus, Kapitalmacht und staatlicher Repressionsapparat miteinander verbunden waren – und in Teilen weiterhin sind. Diese Dokumentation ist deshalb mehr als historische Aufklärung: Sie ist Anklage gegen die restaurierte Macht der alten Eliten und Mahnung an die Arbeiterbewegung, wachsam zu bleiben und ihre Rechte entschlossen zu verteidigen.
Max Reimann antwortet dem Oberstaatsanwalt
Max Reimann antwortet dem OberstaatsanwaltDie Broschüre Max Reimann antwortet dem Oberstaatsanwalt entstand 1953 in einer Phase verschärfter politischer Verfolgung der Kommunistischen Partei Deutschlands in der Bundesrepublik. In seinem Schreiben an den Dortmunder Oberstaatsanwalt weist Reimann die Vorwürfe zurück, die KPD betreibe ein hochverräterisches Unternehmen oder beleidige die Bundesregierung. Stattdessen kehrt er die Anklage um: Nicht die KPD gefährde Demokratie und Frieden, sondern die Politik der Adenauer-Regierung, die Deutschland in militärische Bündnisse einbinde, die Spaltung des Landes vertiefe und oppositionelle Stimmen kriminalisiere. Der Text ist zugleich Verteidigungsschrift, politische Anklage und programmatische Erklärung für ein wiedervereinigtes, demokratisches Deutschland.
Stimmen zum verbotsverfahren gegen die KPD 1951
Das Verbotsverfahren gegen die Kommunistische Partei Deutschlands gehört zu den zentralen politischen Konflikten der frühen Bundesrepublik. Bereits 1951 beantragte die Bundesregierung unter Konrad Adenauer beim Bundesverfassungsgericht das Verbot der KPD. Hinter der juristischen Form verbarg sich jedoch ein grundlegender politischer Kampf: Es ging um die Ausschaltung einer Partei, die gegen Wiederaufrüstung, Westintegration und antikommunistische Repression auftrat. Die Broschüre „Stimmen zum Verbotsverfahren gegen die KPD“ dokumentiert zahlreiche Stellungnahmen von Gewerkschaftern, Sozialdemokraten, kommunalen Mandatsträgern, Juristen und internationalen Beobachtern. Sie zeigt, dass der Karlsruher Prozess nicht nur ein Gerichtsverfahren war, sondern eine Auseinandersetzung um Demokratie, antifaschistische Lehren und die politischen Rechte der Arbeiterbewegung.
KPD Verbot
Das geplante Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands gehörte zu den zentralen politischen Konflikten der frühen Bundesrepublik und war Ausdruck der Klassenpolitik des westdeutschen Monopolkapitals. Während die Regierung Adenauer das Vorgehen als Schutz der „freiheitlichen Ordnung“ ausgab, sah die KPD darin einen Angriff auf die organisierte Arbeiterbewegung und auf jede konsequente Opposition gegen Remilitarisierung, Westintegration und die Unterordnung unter den US‑Imperialismus. Das Bulletin des Parteivorstandes dokumentiert Reden, Erklärungen, Presseberichte und Fälle politischer Verfolgung aus dieser Auseinandersetzung. Es zeigt, wie das drohende Parteiverbot als Teil einer umfassenden antikommunistischen Offensive verstanden wurde, die demokratische Rechte einschränkte und die politische Macht der herrschenden Klassen sichern sollte.
Der Fall Oberländer
Der Fall des westdeutschen Ministers Theodor Oberländer steht exemplarisch für die Kontinuität alter faschistischer Eliten im Staatsapparat der Bundesrepublik. Während Millionen Opfer des deutschen Faschismus noch nicht vergessen waren, gelangten frühere Ideologen, Funktionäre und Offiziere des NS‑Regimes erneut in politische Schlüsselstellungen. Die Dokumentation „Der Fall Oberländer“ legt anhand von Akten, Aussagen und historischen Quellen offen, wie eng wissenschaftliche Ostpolitik, militärische Besatzungspolitik und rassistische Ideologie miteinander verbunden waren. Der Text ist damit nicht nur eine Anklage gegen eine einzelne Person, sondern ein Beitrag zur antifaschistischen Aufklärung über die restaurativen Kräfte der Nachkriegsordnung.
Menschenrechte und Faschismus
Die Schrift "Menschenrechte und Faschismus" legt den grundlegenden Widerspruch der bürgerlichen Gesellschaft offen: Während die herrschende Klasse die Menschenrechte als universelle Prinzipien verkündet, werden sie in Zeiten kapitalistischer Krise rasch preisgegeben. Der Text zeigt, dass der Faschismus keine historische Ausnahme, sondern die offene terroristische Herrschaftsform des Monopolkapitals ist, wenn dessen Macht durch soziale Kämpfe und ökonomische Erschütterungen bedroht wird. Demokratische Rechte werden zerschlagen, Arbeiterorganisationen verfolgt und politische Gegner ausgeschaltet. Damit macht die Analyse deutlich: Die Verteidigung der Menschenrechte kann nicht vom Kampf gegen Faschismus, Krieg und kapitalistische Ausbeutung getrennt werden, sondern verlangt den organisierten Widerstand der Arbeiterbewegung und aller antifaschistischen Kräfte.