Weltpolitik
Zur Revolutionsfeier 1949 in der Sowjeunion
Johannes Dieckmanns Bericht über die Revolutionsfeier 1949 in der Sowjetunion ist mehr als eine bloße Reiseschilderung. Der Text dokumentiert, wie die junge DDR ihre politische Orientierung, ihre internationale Verankerung und ihr Verhältnis zur Sowjetunion öffentlich bestimmte. Geschildert werden nicht nur Eindrücke von den Feierlichkeiten in Moskau, sondern auch die politischen Folgerungen, die Dieckmann daraus zieht: die Bedeutung des antifaschistischen Neubeginns, die Rolle der Sowjetunion als Friedensmacht und die Notwendigkeit einer festen deutsch-sowjetischen Freundschaft für die Zukunft Deutschlands.
Sowjetisches Öl und Erdgas nach Nniedersachsen
Die Broschüre „Sowjetisches Öl und Erdgas über die DDR nach Niedersachsen“ behandelt eine zentrale energie‑ und wirtschaftspolitische Frage der Bundesrepublik in der Zeit des Kalten Krieges. Im Mittelpunkt steht der Vorschlag, sowjetisches Erdöl und Erdgas über das Territorium der DDR nach Niedersachsen zu leiten und damit neue industrielle Perspektiven zu eröffnen. Die Schrift verbindet ökonomische Argumente mit einer politischen Kritik an der Energiepolitik der Bundesregierung und an der Macht der internationalen Ölkonzerne. Zugleich entwirft sie die Perspektive einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Ost und West, die nach Auffassung der Autoren Arbeitsplätze sichern, regionale Entwicklung fördern und einen Beitrag zur friedlichen Koexistenz in Europa leisten könnte.
Zur Organisation der vereinten Nationen 1947
Die 1947 erschienene Broschüre „Zur Organisation der Vereinten Nationen“ entstand in einer Welt, die noch unter den Trümmern des Zweiten Weltkriegs stand. Millionen Tote, zerstörte Länder und die Erfahrung des Faschismus hatten gezeigt, wohin ungezügelte Machtpolitik, imperialistische Rivalität und nationale Abschottung führen. Vor diesem Hintergrund entstand die UNO als Versuch, eine neue internationale Ordnung zu schaffen. Die Schrift erklärt Aufbau, Organe und Ziele dieser Organisation und macht deutlich, dass Frieden nicht von selbst entsteht, sondern politisch organisiert und international verteidigt werden muss.
Weltplan der Unesco 1947
Die Schrift „Weltplan der UNESCO 1947“ entstand in einer historischen Situation tiefgreifender Umbrüche. Nach der Niederlage des Faschismus und den gewaltigen Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs suchten die herrschenden Kräfte der kapitalistischen Welt nach neuen Formen internationaler Ordnung. In diesem Zusammenhang formulierte die UNESCO ein Programm, das Bildung, Wissenschaft und Kultur als Mittel zur Sicherung des Friedens darstellen sollte. Der vorliegende Text untersucht diesen sogenannten Weltplan und seine politischen Voraussetzungen. Er zeigt, wie der Anspruch einer globalen kulturellen Zusammenarbeit mit den Interessen der damaligen Weltordnung verbunden war und welche Rolle internationalen Organisationen beim Wiederaufbau der Nachkriegswelt zugedacht wurde.
Mit vereinten Kräften
Die Broschüre „Mit vereinten Kräften. Europa plant - Amerika hilft“ ist ein aufschlußreiches Dokument der frühen Nachkriegszeit. Sie versammelt zentrale Reden, Berichte und Stellungnahmen zum Marshall-Plan und zeigt, wie der wirtschaftliche Wiederaufbau Westeuropas politisch begründet und organisiert wurde. Dabei macht das Heft deutlich, daß es nicht nur um Hilfe für ein zerstörtes Europa ging, sondern ebenso um die Neuordnung der Machtverhältnisse im westlichen Lager. Gerade deshalb ist diese Schrift ein wichtiges Zeitzeugnis: Sie beleuchtet die Verbindung von ökonomischer Unterstützung, politischer Bindung und strategischer Neuformierung Europas unter Führung der USA.
Die Weltgewerkschaftsbewegung
Diese Ausgabe von Die Weltgewerkschaftsbewegung erscheint in einer Zeit, in der die internationale Arbeiterklasse vor grundlegenden Entscheidungen steht. Nach dem Sieg über den Faschismus verschärfen Kapital, Reaktion und Kriegspolitik erneut den Druck auf die werktätigen Massen. Die Broschüre zeigt mit großer Klarheit, daß die Gewerkschaftsbewegung ihre historische Aufgabe nur erfüllen kann, wenn sie die Einheit der Arbeiter über Länder- und Branchengrenzen hinweg verteidigt. Sie ist damit nicht nur ein Dokument ihrer Zeit, sondern ein kämpferischer Aufruf, soziale Rechte, Frieden und internationale Solidarität gegen Spaltung und imperialistische Interessen zu behaupten.
Das Potsdamer Abkommen
Diese Broschüre dokumentiert das Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945 als grundlegendes politisches Dokument der alliierten Siegermächte nach der Zerschlagung des deutschen Faschismus. Sie erinnert daran, daß die Beschlüsse aus den Erfahrungen von zwölf Jahren faschistischer Herrschaft, Krieg, Tod und Vernichtung hervorgingen und eine erneute Bedrohung des Friedens verhindern sollten. Im Mittelpunkt stehen die Grundsätze der Demilitarisierung, Denazifizierung, Demonopolisierung und Demokratisierung. Der ergänzende Text ordnet die Konferenz historisch ein und betont die bis heute bestehende völkerrechtliche Wirksamkeit des Abkommens.
Drei Jahre vaterländischer Krieg 1944
Die Broschüre „Drei Jahre vaterländischer Krieg der Sowjetunion (Die militärischen und politischen Ergebnisse)” ist kein bloßer Rückblick auf einzelne Feldzüge, sondern eine konzentrierte Bilanz des antifaschistischen Abwehrkampfes der Sowjetunion bis 1944. Sie zeigt, wie die Rote Armee den deutschen Vernichtungskrieg Schritt für Schritt zurückschlug, wie die sowjetische Wirtschaft den ungeheuren Belastungen standhielt und wie der faschistische Block militärisch wie politisch in die Krise geriet. Der Text verbindet Kriegsbericht, politische Deutung und Zuversicht in den endgültigen Sieg über den Faschismus.
Moskauer Wirtschaftskonferenz
Die Moskauer Wirtschaftskonferenz von 1952 war ein Ereignis mitten im Kalten Krieg, in dem wirtschaftliche Fragen untrennbar mit der politischen Konfrontation zwischen Ost und West verbunden waren. Die hier vorliegende Analyse aus den Auslandsnachrichten des DGB versucht zu zeigen, welche Erwartungen an die Konferenz geknüpft wurden und welche Ziele die sowjetische Initiative tatsächlich verfolgte. Die Broschüre beleuchtet Planung, Vorbereitung, internationale Reaktionen und die propagandistische Nutzung des Treffens. Damit wird die Konferenz nicht nur als wirtschaftliches Forum dargestellt, sondern als Teil der weltpolitischen Auseinandersetzungen der frühen fünfziger Jahre.
Aspekte der Gegenwärtigen Amerikanischen Aussenpolitik
Aspekte der gegenwärtigen amerikanischen Außenpolitik ist ein aufschlußreiches Dokument der frühen Nachkriegszeit. Die Broschüre zeigt, wie die Vereinigten Staaten ihre weltpolitische Führungsrolle nach 1945 begründen, ihre Interessen als Friedenspolitik darstellen und zugleich die Frontstellung gegen die Sowjetunion ideologisch festigen. Sie behandelt Friedensverträge, Besatzungspolitik, die Vereinten Nationen, den Wiederaufbau Europas, internationale Wirtschaft, Kolonialfragen, Abrüstung und das interamerikanische System. Gerade dadurch macht der Text sichtbar, wie sich die amerikanische Außenpolitik des beginnenden Kalten Krieges selbst erklärt und rechtfertigt.