Antifaschismus und Widerstand

Niedersachsen 1
Mit „Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 2: Niedersachsen I. Regierungsbezirke Braunschweig und Lüneburg“ liegt ein Band vor, der die faschistische Vergangenheit Niedersachsens an konkreten Orten freilegt. Er zeigt, daß Terror, Verfolgung und Zwangsarbeit nicht fernab, sondern mitten im gesellschaftlichen Alltag organisiert wurden. Zugleich macht er den Widerstand von Arbeitern, Antifaschisten und verfolgten Minderheiten sichtbar. Das Buch ist damit nicht nur Dokumentation, sondern ein politischer Beitrag gegen Verdrängung, Geschichtsfälschung und die Verharmlosung des deutschen Faschismus.
Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln
Martin Bennholds Broschüre Was heißt „Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln“? fragt nicht nur nach den Verbrechen des deutschen Faschismus, sondern nach den ideologischen Grundlagen, aus denen er hervorging. Im Mittelpunkt steht die völkische Denkweise, die sich lange vor 1933 herausbildete und Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und imperialistische Machtansprüche miteinander verband. Der Text zeigt präzise, dass antifaschistischer Kampf nur wirksam sein kann, wenn er diese historischen und politischen Wurzeln offenlegt und entschlossen bekämpft.
Gerichtsgefängniss
Die von Herbert Obenaus und Wilhelm Sommer herausgegebene Broschüre erinnert an die politischen Häftlinge im Gerichtsgefängnis Hannover und macht sichtbar, daß faschistische Herrschaft nicht nur auf offener Gewalt der SA, SS und Gestapo beruhte, sondern ebenso auf der Mitwirkung von Justiz und Gefängnisverwaltung. Das Haus war kein neutraler Ort des Strafvollzugs, sondern Teil des Unterdrückungsapparates gegen Sozialdemokraten, Kommunisten und andere Gegner des Regimes. Die dargestellten Lebenswege zeigen Mut, Standhaftigkeit und Opferbereitschaft im antifaschistischen Widerstand. Zugleich entlarven sie den Klassencharakter eines Staates, der jede organisierte Gegenwehr der Arbeiterbewegung brechen wollte.
Mahnmal Gerichtsgefängniss
Die Broschüre „Das ehemalige Gerichtsgefängnis Hannover 1933–1945 – Kein Anlaß zur Mahnung?“ zeigt präzise, wie sich der faschistische Terror nicht nur in den Konzentrationslagern, sondern ebenso im Apparat der bürgerlichen Justiz vollzog. Das Gerichtsgefängnis Hannover war kein Randphänomen, sondern ein fester Bestandteil der Klassenherrschaft: Hier wurden Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, religiös Verfolgte, Sinti, Homosexuelle und andere Verfolgte eingesperrt, zermürbt und an weitere Instanzen des Terrors ausgeliefert. Die Schrift macht deutlich, daß antifaschisches Gedenken nur dann ernsthaft ist, wenn es die Mitverantwortung von Justiz, Staat und herrschender Ordnung klar benennt und diesen Ort sichtbar der Erinnerung an die Verfolgten widmet.
Antifa Reihe Heft 5
Dieses Heft der Antifaschistischen Reihe erinnert an Frauen aus Hannover, die zwischen 1933 und 1945 dem Faschismus widerstanden, Verfolgte unterstützten, Haft, Lager, Exil und Zwangsarbeit überlebten oder unter den Bedingungen der Diktatur ihre politische Haltung bewahrten. Die Beiträge zeigen, daß antifaschistischer Kampf nicht nur in spektakulären Aktionen bestand, sondern auch in illegaler Hilfe, Quartierbeschaffung, Sorgearbeit, Standhaftigkeit und Solidarität. Damit rückt das Heft Frauen ins Zentrum, deren Anteil an Widerstand und Verfolgung lange verdrängt oder unterschätzt wurde.
Antifaschistische Reihe Heft 4
Antifaschistische Reihe Heft 4 – Hannoversche Frauen gegen den Faschismus 1933–1945 erinnert an Frauen, die Verfolgung, Haft und gesellschaftliche Ausgrenzung trotzten und ihren Widerstand nicht aufgaben. Das Heft zeigt, daß antifaschistischer Kampf von Frauen viele Formen annahm: illegale Arbeit, Hilfe für Verfolgte, politische Standhaftigkeit im Gefängnis, Organisierung in Arbeiterbewegung und Friedenskampf. Die Broschüre würdigt diese Lebenswege nicht als Randgeschichte, sondern als festen Bestandteil des Kampfes gegen Faschismus, Krieg und Reaktion und macht ihre Erfahrungen für die antifaschistische Erinnerung heute fruchtbar.
Antifa Reihe 3
Antifaschistische Reihe 3: Hannoversche Frauen gegen den Faschismus 1933–1945. Lebensberichte. Ein Beitrag zur Stadtgeschichte erinnert an Frauen aus Hannover, die Verfolgung, Haft, politische Entrechtung und Krieg nicht widerstandslos hinnahmen. Das Heft macht sichtbar, daß antifaschistischer Widerstand nicht nur in bekannten Namen, sondern auch in oft übersehenen Lebenswegen von Arbeiterinnen, Angehörigen, Helferinnen, Pädagoginnen und Aktivistinnen bestand. Ihre Berichte zeigen Mut, politische Klarheit und Standhaftigkeit unter den Bedingungen des faschistischen Terrors und bewahren Erfahrungen, die auch heute als Warnung und Auftrag begriffen werden müssen.
Antifaschistische Reihe Heft 2
Diese Broschüre erinnert an hannoversche Frauen, die dem Faschismus nicht wichen. Sie zeigt ihren Mut im illegalen Kampf, in Gefängnis und KZ, in Verfolgung, Exil und im politischen Neubeginn nach 1945. Die Lebensberichte machen deutlich, dass antifaschistischer Widerstand kein Randthema war, sondern Teil des Kampfes gegen Krieg, Unterdrückung und soziale Barbarei. Das Heft würdigt Frauen aus der Arbeiterbewegung, jüdische Verfolgte und bürgerliche Gegnerinnen des Regimes. So wird sichtbar, dass der Kampf gegen den Faschismus aus vielen Erfahrungen erwuchs, aber ein gemeinsames Ziel hatte: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg.
Antifaschistische Reihe Heft 1
Diese Broschüre macht einen oft verdrängten Teil der Geschichte sichtbar: den Anteil hannoverscher Frauen aus der Arbeiterklasse am Kampf gegen den deutschen Faschismus. Sie zeigt Frauen nicht nur als Verfolgte, sondern als standhafte Trägerinnen des Widerstands, die unter Terror, Haft, Armut und Krieg dem faschistischen Vernichtungsapparat nicht wichen. Die Lebensberichte verbinden persönliche Erfahrungen mit der Geschichte der Arbeiterbewegung und machen deutlich, dass Faschismus kein Betriebsunfall, sondern die brutalste Herrschaftsform des Kapitals war. Erinnerung erscheint hier deshalb nicht als bloßes Gedenken, sondern als politische Verpflichtung zum antifaschistischen Kampf gegen Reaktion, Krieg und Ausbeutung.
Das ABC des Deutschen Militarismus
Das ABC des Deutschen Militarismus ist mehr als eine historische Dokumentation. Die 1959 von der VVN herausgegebene Broschüre legt offen, wie eng Aufrüstung, Revanchismus und die Rückkehr alter Eliten in der Bundesrepublik miteinander verbunden waren. Anhand zahlreicher Namen, Zitate und Beispiele zeigt sie, daß Militarismus nicht nur in Kasernen entsteht, sondern in Ministerien, Gerichten, Universitäten, Redaktionen und Chefetagen vorbereitet wird. Der Text ist damit eine scharfe antifaschistische Warnung vor der Restauration jener Kräfte, die Deutschland schon einmal in Krieg und Verbrechen geführt haben.
Gefährten von Hans und Sophie Scholl
Diese Broschüre erinnert an jene jungen Menschen in Hamburg, die sich dem faschistischen Terror entgegenstellten und unter dem Eindruck von Hans und Sophie Scholl ihren eigenen Weg des Widerstands fanden. Sie zeigt, dass die Weiße Rose Hamburg kein bloßer Nachhall aus München war, sondern ein eigenständiger Kreis von Studenten, Schülern, Ärzten und Intellektuellen, der sich dem Kriegskurs, der geistigen Gleichschaltung und der Menschenvernichtung des faschistischen Staates widersetzte. Die versammelten Dokumente machen sichtbar, wie Repression, Verrat und Mord gegen jeden Ansatz von Opposition mobilisiert wurden, und sie bezeugen zugleich, dass antifaschistischer Widerstand aus politischer Haltung, moralischer Entschlossenheit und dem Willen erwuchs, die Herrschaft des Faschismus zu brechen.
Der Kampf um die Befreiung Max Reimannns
Die Broschüre Der Kampf um die Befreiung Max Reimanns dokumentiert die Verfolgung eines führenden Kommunisten als Ausdruck der imperialistischen Besatzungspolitik in Westdeutschland. Am Fall Max Reimanns wird sichtbar, wie jeder konsequente Widerstand gegen Ruhrstatut, Separatstaat und nationale Unterwerfung mit Justiz und Haft bekämpft werden sollte. Zugleich zeigt der Text, daß seine Freilassung nicht dem Wohlwollen der Herrschenden entsprang, sondern dem entschlossenen Druck einer breiten Volksbewegung abgerungen wurde. Die Schrift ist damit politische Anklage, Zeitdokument und Zeugnis des organisierten antifaschistischen Kampfes
Dokumentation der Zeit DIZ 1949
Die „Dokumentation der Zeit. Deutschland-Archiv 1949“ versammelt Materialien aus einer Umbruchphase, in der die staatliche Spaltung Deutschlands politisch vorbereitet und ideologisch abgesichert wurde. Der Band dokumentiert Währungsfragen, Regierungsbildung in Bonn, internationale Beschlüsse und ökonomische Entwicklungen nicht als isolierte Vorgänge, sondern als Bestandteile einer Neuordnung im Zeichen westlicher Machtpolitik. Gerade darin liegt sein Wert: Das Heft macht sichtbar, wie sich 1949 Restauration, Westbindung und Klasseninteressen zu einer neuen Herrschaftsform verdichteten und die deutsche Frage zu einem zentralen Kampffeld der Nachkriegszeit wurde.
A.Baumgarte -Das wahre Gesicht der Wafen-SS
August Baumgartes Schrift Das wahre Gesicht der Waffen-SS ist mehr als ein historischer Rückblick. Sie ist eine präzise Anklage gegen die verbrecherische Struktur der SS, gegen ihre Rolle als Terrorinstrument des deutschen Faschismus und gegen die Legende von der angeblich „sauberen“ Waffen-SS. Der Text zeigt, daß Mord, Unterdrückung und Vernichtung nicht Randerscheinungen, sondern ihr innerstes Wesen waren. Zugleich warnt die Broschüre davor, wie ehemalige SS-Kader in der Bundesrepublik wieder Einfluß gewannen. Gerade darin liegt ihre bleibende politische Schärfe und antifaschistische Notwendigkeit.
Die soziale Demagogie des deutschen Faschismus
Die Broschüre „Deutsche Sozialisten – Die soziale Demagogie des Faschismus“ zeigt präzise, wie der deutsche Faschismus soziale Not, Abstiegsängste und politische Orientierungslosigkeit ausnutzte, um Massen für ein reaktionäres Herrschaftsprojekt zu gewinnen. Sie arbeitet heraus, dass die Nazis mit scheinbar antikapitalistischen, volksnahen und sozialen Parolen auftraten, während sie in Wahrheit die Interessen des Großkapitals absicherten, die Arbeiterbewegung zerschlugen und jede emanzipatorische Perspektive vernichteten. Gerade darin liegt ihr bleibender Erkenntniswert: Faschistische Propaganda tarnt sich oft als soziale Antwort, ist aber immer Klassenkampf von oben.
Widerstandskämpfer klagen an
Mit Widerstandskämpfer klagen an liegt eine scharfe antifaschistische Denkschrift vor, die das geplante Verbot der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes nicht als isolierten Verwaltungsakt, sondern als Klassenangriff auf die organisierte Erinnerung an den antifaschistischen Widerstand begreift. Der Text arbeitet heraus, daß die Bundesrepublik die Träger des faschistischen Terrors in Justiz, Polizei, Militär, Verwaltung und Wirtschaft nicht zerschlagen, sondern vielfach wieder integriert hat. Damit entlarvt die Schrift die restaurative Ordnung der Nachkriegszeit als Bündnis von Staatsmacht, Reaktion und altem Herrschaftspersonal gegen jene, die Faschismus, Krieg und Ausbeutung bekämpften.
Interbrigaden
SIE ERFÜLLTEN IHRE INTERNATIONALISTISCHE PFLICHT ist mehr als eine Sammlung von Lebensbildern. Die Broschüre zeigt den Kampf der Interbrigadisten als Teil der internationalen Front gegen Faschismus, Krieg und Reaktion. An den Biographien wird sichtbar, daß der Spanienkrieg für viele deutsche Antifaschisten kein fernes Ereignis war, sondern ein früher bewaffneter Kampf gegen Hitler, Franco und Mussolini. Die Darstellung erinnert an Mut, Opferbereitschaft und proletarischen Internationalismus und macht deutlich, daß der Weg nach Spanien aus den Erfahrungen von Ausbeutung, Verfolgung und organisiertem Widerstand erwuchs.
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