Scheringer
Die Broschüre „Der Weg eines Kämpfers. Reichswehrleutnant a. D. Scheringer 2 mal wegen Hochverrat vor dem Reichsgericht“ dokumentiert nicht nur den zweiten Hochverratsprozess gegen Richard Scheringer, sondern auch seine politische Wandlung vom nationalistischen Offizier zum Kommunisten. Sie zeigt, wie die Weimarer Klassenjustiz revolutionäre Überzeugung verfolgt, während sie den Faschismus schont. Zugleich zeichnet sie Scheringers Entwicklung als Ausdruck einer tieferen historischen Bewegung: des Übergangs von nationaler Verwirrung zur Erkenntnis, dass Befreiung nur im Kampf der Arbeiterklasse gegen Kapital, Militarismus und Reaktion möglich ist.
Karl Liebknecht
Die Broschüre „Karl Liebknecht“ zeichnet nicht nur den Lebensweg eines einzelnen Revolutionärs nach, sondern verdichtet ein ganzes Stück deutscher Klassenkampfgeschichte. Sie zeigt Karl Liebknecht als unbeugsamen Gegner von Militarismus, Imperialismus und sozialdemokratischem Verrat, als Kämpfer gegen den Krieg und als Stimme der revolutionären Arbeiterklasse. Zugleich macht der Text sichtbar, unter welchen Bedingungen sich aus der alten Sozialdemokratie die kommunistische Bewegung herausbildete. So wird die Darstellung zu mehr als einer Biografie: zu einer politischen Erinnerungsschrift über Mut, Klarheit und revolutionäre Treue.
Dimitroff
Die Broschüre Dimitroff erschien 1933 im MOPR-Verlag Zürich-Paris, in 1. Auflage, verantwortlich für den Inhalt war Willu Troste. Sie entstand unter dem unmittelbaren Eindruck des Reichstagsbrandprozesses und stellt Georgi Dimitroff als standhaften kommunistischen Kämpfer der revolutionären Arbeiterbewegung dem faschistischen Terrorstaat gegenüber. Der Text verbindet politische Anklage, biographische Skizze und Schilderung des Prozesses vor dem Reichsgericht. Im Mittelpunkt steht Dimitroffs Auftreten gegen Richter, Ankläger und Belastungszeugen. So wird die Broschüre zu einem Dokument antifaschistischer Gegenwehr und internationaler proletarischer Solidarität im Kampf gegen Faschismus und Klassenjustiz.
Der literarische Hochverratvon Joh.R. Becher
Mit „Der literarische Hochverrat von Joh. R. Becher“ liegt eine politische Kampfschrift vor, die den geplanten Hochverratsprozeß gegen den revolutionären Schriftsteller nicht als Einzelfall, sondern als Angriff der Klassenjustiz auf die kämpferische Literatur des Proletariats begreift. Die Broschüre dokumentiert Anklage, Verteidigung und internationale Proteste und zeigt, wie die bürgerliche Republik versuchte, revolutionäre Kunst mit Strafrecht zu ersticken. Damit ist sie zugleich Zeitdokument, Anklage gegen die Repression und Verteidigung des freien politischen Wortes.
Der Leidensweg von Zensl Mühsam
Rudolf Rockers Schrift Der Leidensweg von Zensl Mühsam ist weit mehr als die Erinnerung an das Schicksal einer einzelnen Frau. Der Text legt schonungslos offen, wie der faschistische Terror nicht mit dem Mord an Erich Mühsam endet, sondern sich im Leben Zensl Mühsams als fortgesetzte Verfolgung, Entrechtung und Zermürbung fortsetzt. Ihre Geschichte erscheint damit nicht als privates Unglück, sondern als Ausdruck einer Epoche, in der revolutionäre, antifaschistische Menschen von den Gewalten der Reaktion zerschlagen werden sollten. Dieses Vorwort führt in diese doppelte Tragödie ein und macht deutlich, warum Zensls Leidensweg als Anklage gegen Unterdrückung und Barbarei gelesen werden muß.
Der Leidensweg Erich Mühsam‘s
Der Leidensweg Erich Mühsams ist nicht nur die Geschichte eines einzelnen verfolgten Revolutionärs, sondern ein frühes antifaschistisches Zeugnis von großer politischer und menschlicher Wucht. Kreszentia Mühsam faßt das gemeinsame Leben im Schatten von Internierung, Festungshaft und Konzentrationslager zusammen und zeigt, wie der Kampf Erich Mühsams gegen Krieg, Reaktion und Unterdrückung in den Händen der Faschisten in planmäßige Folter und Mord mündete. Die Broschüre ist damit zugleich persönliche Totenklage, schonungslose Anklage gegen den Naziterror und Aufruf, den antifaschistischen Kampf der Gefangenen weiterzuführen.
Clara Zetkin`‘s ruf nach internationaler Solidarität
Clara Zetkins Ruf zur internationalen Solidarität ist mehr als eine Gedenkschrift auf eine große Revolutionärin. Die Broschüre zeigt Clara Zetkin als unermüdliche Kämpferin der internationalen Arbeiterbewegung, der Frauenbefreiung und der Roten Hilfe. Ihr politisches Vermächtnis besteht nicht in stiller Erinnerung, sondern im praktischen Aufruf zum gemeinsamen Kampf gegen Faschismus, Klassenjustiz, Krieg und kapitalistische Unterdrückung. Der Text macht deutlich, daß Solidarität für Zetkin kein bloßes Mitgefühl war, sondern eine Waffe der Unterdrückten im internationalen Klassenkampf.
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