Kinder
Polizei Terror gegen Kind und Kunst
Die Broschuere Polizei-Terror gegen Kind und Kunst entstand in einer Zeit scharfer Klassenkaempfe in der Weimarer Republik. Polizei, Justiz und Verwaltung traten damals offen als Werkzeuge der herrschenden Klasse auf. Besonders brutal zeigte sich dieser Charakter dort, wo selbst die Kinder der Arbeiterbewegung zum Ziel staatlicher Repression wurden. Die Kinderheime der Roten Hilfe sollten den Soehnen und Toechtern politischer Gefangener und Verfolgter Erholung, Bildung und Solidaritaet ermoeglichen. Doch gerade dieses Werk proletarischer Selbsthilfe rief den Hass der Behoerden hervor.
Der Angriff auf die Wandgemaelde Heinrich Vogelers im Barkenhoff war daher mehr als ein Streit um Kunst. Er war ein Versuch, revolutionaere Erfahrungen, Erinnerungen und Hoffnungen aus dem Bewusstsein der Arbeiterkinder zu tilgen. Die Dokumente dieser Broschuere zeigen, wie der Klassenstaat gegen Kunst, Kinder und Solidaritaet vorging und wie die Arbeiterbewegung darauf mit organisiertem Widerstand antwortete.
Helft den Kindern
Die Broschüre „Helft den Kindern“ der Internationalen Roten Hilfe von 1925 legt schonungslos offen, wie der kapitalistische Klassenstaat selbst vor den Kindern der Arbeiterklasse nicht Halt macht. Wenn Arbeiter wegen ihres Kampfes gegen Ausbeutung verfolgt, eingekerkert oder ermordet werden, sollen Hunger und Elend ihre Familien brechen. Die Kinderhilfe der Roten Hilfe ist deshalb keine mildtätige Fürsorge, sondern organisierte Klassensolidarität der Arbeiterbewegung. Sie schützt die Kinder der Gefangenen und Gefallenen des Klassenkampfes und zeigt praktisch: Gegen die Brutalität des Kapitals hilft nur die solidarische Kraft der Arbeiterklasse.
Die Kinderheime der IRH
Diese Broschüre entstand in einer Zeit, in der die kapitalistische Krise Millionen Arbeiterfamilien in Hunger und Verelendung stürzte. Besonders die Kinder des Proletariats trugen die brutalsten Folgen: Unterernährung, Krankheit und Verwahrlosung waren das Ergebnis einer Gesellschaft, in der Profit über Menschenleben steht. Gegen diese Wirklichkeit organisierte die Internationale Arbeiterhilfe praktische Klassensolidarität. Ihre Kinderheime waren keine Wohltätigkeit, sondern ein Akt proletarischer Selbsthilfe. Sie sollten Kinder retten, stärken und zugleich in der Gemeinschaft der Arbeiterbewegung aufwachsen lassen. So wurden sie zu Orten der Erholung – und zu Schulen der Solidarität im Kampf gegen Ausbeutung und Klassenherrschaft.
8 Kinder auf dem elektrischen Stuhl“ (1931)
Die 1931 erschienene Broschüre „8 Negerkinder auf dem elektrischen Stuhl“ entstand im Kontext weltweiter Proteste gegen den Scottsboro-Prozess. Sie zeigt einen Fall brutaler Klassenjustiz im kapitalistischen Amerika: Schwarze Arbeiterjugendliche wurden nach einem rassistischen Schauprozess zum Tode verurteilt. Der Text entlarvt Rassismus als Herrschaftsinstrument der Bourgeoisie, das die Arbeiterklasse spalten soll. Gleichzeitig ruft er zur internationalen Solidarität der Arbeiter auf – gegen Lynchjustiz, gegen imperialistische Gewalt und gegen ein System, das Profit über Menschenleben stellt.