Gedenkstätten und KZ's
Mahn- und Gedenkstätte · Langenstein-Zwieberge
Das KZ-Außenkommando Langenstein-Zwieberge steht für die mörderische Verbindung von faschistischem Terror, Rüstungsproduktion und kapitalistischer Ausbeutung. Mehr als 10.000 Häftlinge aus vielen Ländern wurden ab 1944 in die Thekenberge verschleppt, um unterirdische Stollen für das Geheimprojekt „Malachit“ zu treiben. Hunger, Prügel, Krankheit, Hinrichtungen und „Vernichtung durch Arbeit“ kosteten Tausende das Leben. Die Broschüre erinnert zugleich an den organisierten antifaschistischen Widerstand um Hans Neupert und an die Pflicht, die Opfer nicht dem Vergessen preiszugeben.
KZ Mühlenberg
Das KZ-Außenlager Hannover-Mühlenberg war Teil der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie und der deutschen Rüstungsproduktion. Häftlinge wurden aus Auschwitz, Mauthausen und Gusen nach Hannover verschleppt, bei der Hanomag zur Zwangsarbeit ausgebeutet, ausgehungert, geschlagen und ermordet. Der Artikel erinnert an ihr Leiden, an den Todesmarsch nach Bergen-Belsen und an die lange Verdrängung nach 1945. Er zeigt, daß die Verbrechen nicht fernab geschahen, sondern sichtbar im Stadtteil. Antifaschistische Aufklärung bleibt darum Pflicht gegen Verharmlosung, Schweigen und neuen Faschismus.
Das Konzentrationslager in Hannover - Stöcken
Das KZ Hannover-Stöcken war kein fernes Randgeschehen des Faschismus, sondern ein zentraler Ort von Zwangsarbeit, Hunger, Terror und Mord mitten in der Stadt. Auf dem Gelände der Akkumulatorenfabrik wurden Häftlinge aus vielen Ländern Europas für die deutsche Kriegsproduktion verschlissen. Die Geschichte dieses Lagers zeigt, wie eng SS, Rüstungsindustrie und städtisches Wegsehen zusammenwirkten. Wer über Stöcken schreibt, schreibt deshalb nicht nur über Vergangenheit, sondern über Verantwortung, über verdrängte Schuld und über die Pflicht, die Verbrechen des deutschen Faschismus dem Vergessen zu entreißen.
Zwischen abwicklung und Neugestaltung
Diese Broschüre dokumentiert eine scharfe Auseinandersetzung um die politische und historische Deutung der KZ-Gedenkstätte Buchenwald in den Jahren nach 1989. Im Mittelpunkt steht die Kritik an Versuchen, den antifaschistischen Charakter der Gedenkstätte zurückzudrängen, die Geschichte des kommunistischen Widerstands abzuwerten und die Erinnerung an das KZ mit der Geschichte des sowjetischen Speziallagers auf eine problematische Weise zu vermischen. Die Texte verbinden historische Einordnung, politische Intervention und konkrete Stellungnahmen zur Neugestaltung der Ausstellung.