Faschismus

Sieg im Westen faschistische Propaganda
Sieg im Westen ist kein nüchterner Bericht über den Westfeldzug, sondern ein gezielt hergestelltes Instrument faschistischer Kriegspropaganda im Dienst des deutschen Imperialismus. Die Broschüre verklärt den Überfall der Wehrmacht auf westeuropäische Länder zur technischen Meisterleistung, zur soldatischen Heldentat und zum scheinbar historischen Zwang. Gerade darin liegt ihre ideologische Funktion: Sie verwandelt Eroberung in Ordnung, Vernichtung in Stärke und militärische Aggression in angebliche geschichtliche Notwendigkeit. Sichtbar wird, wie der Faschismus Krieg ästhetisiert, den Gegner entmenschlicht und die Massen für Raubkrieg, Unterwerfung und Herrschaft mobilisiert.
Die Waffen SS - ein vierter Wehrmachtsteil
Diese Broschüre zerlegt eine der zähesten Nachkriegslügen über den deutschen Faschismus: die Behauptung, die Waffen-SS sei ein normaler militärischer Verband, ein angeblich ehrenhafter „vierter Wehrmachtsteil“ gewesen. Der Text weist präzise nach, daß die Waffen-SS nicht von Terror, Vernichtungskrieg und politischem Fanatismus zu trennen ist. Er zeigt ihre ideologische Formierung, ihre organisatorische Verflechtung mit dem SS-Staat und ihre Beteiligung an schwersten Verbrechen. Damit ist die Schrift mehr als eine historische Gegendarstellung: Sie ist eine notwendige Abrechnung mit jeder Verharmlosung faschistischer Täterverbände.
Verbrechen an braunschweiger Arbeiter
Diese Broschüre legt den faschistischen Terror gegen die Braunschweiger Arbeiterbewegung im Jahr 1933 offen. Sie zeigt, wie SA, SS, Polizei, Justiz und NS-Verwaltung gemeinsam daran arbeiteten, den organisierten Widerstand der Arbeiterklasse zu zerschlagen. Die Verhaftungen der MIAG-Arbeiter, die Folter im AOK-Keller und der Mord von Rieseberg waren keine Ausnahmen, sondern Ausdruck eines offen geführten Klassenkriegs im Interesse der Herrschenden. Das Gedenken an die Ermordeten ist deshalb mehr als Erinnerung: Es ist Anklage gegen Faschismus, Kapitalherrschaft und jede Verharmlosung ihrer Verbrechen in der Gegenwart.
Leben, Kampf und Tod im Ghetto Warschau
Die Geschichte des Warschauer Ghettos gehört zu den erschütterndsten Verbrechen des faschistischen Terrors, der aus der Krise des kapitalistischen Systems hervorging. Nach der Besetzung Polens errichtete die deutsche Besatzungsmacht im Herzen Warschaus ein abgesperrtes Gebiet, in dem Hunderttausende jüdische Menschen entrechtet, ausgeplündert und dem Tod durch Hunger, Krankheiten und Gewalt ausgeliefert wurden. Das Ghetto war kein Zufall, sondern Teil der planmäßigen Vernichtungspolitik des faschistischen Regimes. Zugleich entstand unter diesen Bedingungen Widerstand: Menschen organisierten Hilfe, bewahrten Kultur und griffen schließlich zu den Waffen. Die Erinnerung an das Ghetto ist daher nicht nur Trauer um die Opfer, sondern Anklage gegen Faschismus, Krieg und das System, das solche Verbrechen hervorbringt.
Buchenwald 1937 - 1945 Lesebuch
Das Buchenwald 1937–1945 Lesebuch gehört zu den eindringlichen Zeugnissen über das Konzentrationslager Buchenwald und die Verbrechen des deutschen Faschismus. Im Zentrum stehen Erinnerungen ehemaliger Häftlinge, vor allem der Bericht von Heinrich Dilcher, der den Alltag im Lager, die Gewalt der SS und die systematische Vernichtungspolitik beschreibt. Das Lesebuch verbindet persönliche Erlebnisberichte mit Dokumenten, Chroniken und Texten aus dem Lager. Dadurch entsteht ein historisches Zeugnis über Terror, Leid und Widerstand. Zugleich erinnert das Buch daran, dass die Geschichte von Buchenwald nicht nur eine Geschichte des Grauens ist, sondern auch eine Geschichte der Solidarität der Gefangenen und ihres gemeinsamen Kampfes gegen Faschismus und Krieg.
Reichsprogromnacht
Die Broschüre „Reichspogromnacht in Niedersachsen – Eine Übersicht aus Anlaß des Jahrestages der Reichspogromnacht am 9. November 1938“ dokumentiert knapp und eindringlich, wie der faschistische Terror gegen die jüdische Bevölkerung in Niedersachsen organisiert und vollzogen wurde. Sie zeigt nicht nur die Zerstörung von Synagogen, Friedhöfen und Wohnungen, sondern auch Deportation, Vertreibung und Mord als Bestandteile eines landesweiten Verfolgungssystems. Gerade durch die genaue Nennung der Orte macht der Text sichtbar, daß die Verbrechen mitten in den Städten und Gemeinden geschahen und Erinnerung deshalb konkret und unnachgiebig bleiben muß.
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