Sturm gegen § 218
Sturm gegen den § 218 von Friedrich Wolf ist kein bloßer Prozessbericht, sondern eine politische Kampfschrift gegen ein Gesetz, das Frauen entrechtet, soziale Not bestraft und medizinische Hilfe kriminalisiert. Ausgehend vom Stuttgarter Verfahren gegen Wolf und Dr. Else Kienle zeigt der Text, wie Justiz, Moral und staatliche Gewalt zusammenwirken, um Elend zu verwalten statt es zu beseitigen. Zugleich macht die Broschüre sichtbar, dass der Widerstand gegen § 218 weit über den Gerichtssaal hinausreicht: Er wird zu einer öffentlichen Auseinandersetzung um Menschenwürde, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Befreiung.
Frauen im Kampf um Brot und Freiheit
Frauen im Kampf um Brot und Freiheit! II. Reichskongreß werktätiger Frauen in Berlin ist ein aufrüttelndes Dokument aus der Endkrise der Weimarer Republik. Die Broschüre zeigt, wie Arbeitslosigkeit, Lohnraub, Teuerung und politische Repression das Leben proletarischer Frauen bestimmten. Zugleich macht sie deutlich, daß Frauen nicht nur Opfer der Verhältnisse waren, sondern aktiv in Streiks, Protesten und politischer Organisierung eingriffen. Der Text verbindet konkrete Berichte aus dem Alltag der Arbeiterinnen mit einem klaren Aufruf zum gemeinsamen Kampf gegen Ausbeutung, Hunger, Faschismus und kapitalistische Herrschaft.
Abtreibung
Die vorliegende Schrift von Prof. Felix Halle ist mehr als eine juristische Abhandlung über Abtreibung und Geburtenregelung. Sie ist ein scharfer Angriff auf ein Strafrecht, das nicht schützt, sondern Not, Elend und Unterdrückung verwaltet. Halle zeigt, dass hinter dem § 218 nicht neutrale Moral steht, sondern Klassenherrschaft, staatlicher Gebärzwang und die Entrechtung der Frau. Gerade darin liegt die anhaltende Bedeutung dieses Textes: Er macht sichtbar, wie eng Fragen des Körpers, der sozialen Lage und der politischen Macht miteinander verbunden sind.
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