Chile 1973: Der Militärputsch
Am 11. September 1973 zerschlug das chilenische Militär mit dem Putsch gegen Salvador Allende einen demokratisch legitimierten Versuch, die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse zugunsten der Arbeiterklasse und der Armen zu verschieben. Hinter dem Angriff auf La Moneda stand der Klassenkampf um Eigentum, Reichtum und politische Macht. Die chilenische Bourgeoisie, ihre politischen Verbündeten und die USA mit der CIA verteidigten die bestehende Eigentumsordnung, stärkten Allendes Gegner und destabilisierten seine Regierung gezielt. Die folgende Diktatur verband Terror, Folter und Mord an der Linken und der Arbeiterbewegung mit einer neoliberalen Offensive zugunsten des Kapitals. Der Artikel untersucht die Verantwortung Washingtons, die Interessen der herrschenden Klassen und die sozialen Folgen dieser Konterrevolution, die den Widerstand der Beschäftigten brechen und Chile zum Labor eines kapitalistischen Umbaus machen sollte.
Wahlen im Schatten der Aufrüstung
Die Wahl in Sachsen-Anhalt ist mehr als ein regionales Kräftemessen. In ihr verdichten sich soziale Unsicherheit, die politische Entfremdung im Osten und der Aufstieg einer Rechten, die sich als Friedenskraft inszeniert, zugleich aber Aufrüstung und deutschen Großmachtanspruch unterstützt. Der Artikel zeigt, weshalb weder die etablierten Parteien noch die AfD mit Militarisierung und Kapitalherrschaft brechen. Er legt die Interessen hinter Rüstungsprofiten, Staatsmacht und imperialistischer Konkurrenz frei und fragt nach einer Alternative, die nicht zwischen zwei Formen des Militarismus wählt, sondern Frieden, soziale Gleichheit und die Macht der arbeitenden Bevölkerung ins Zentrum stellt.
44 Prozent für die falsche Revolte
44 Prozent für die AfD in Sachsen-Anhalt markieren keinen Betriebsunfall. Das Ergebnis ist Ausdruck einer tiefen sozialen und politischen Krise, deren Wurzeln in der Deindustrialisierung Ostdeutschlands, Lohnungleichheit, dem Rückzug öffentlicher Infrastruktur und dem Versagen der etablierten Parteien liegen. Die AfD greift diese Erfahrungen auf, lenkt die Wut jedoch gegen Migranten, Erwerbslose und Minderheiten, während sie Eigentum und Macht des Kapitals unangetastet lässt. Der Artikel untersucht diese falsche Revolte und zeigt, warum Brandmauern allein nicht genügen: Gegen die autoritäre Rechte braucht es soziale Sicherheit, gleiche Rechte und organisierte Gegenmacht der Beschäftigten.
85 Jahren Blockade von Leningrad
Vor 85 Jahren, am 8. September 1941, begann die faschistische deutsche Wehrmacht die Blockade Leningrads. Hunger wurde zur Waffe eines Vernichtungskrieges, der rassistische Herrschaft mit wirtschaftlicher Ausplünderung verband. 872 Tage lang kämpften die Eingeschlossenen gegen Hunger, Kälte und Beschuss. Hunderttausende starben. Der Artikel beleuchtet die Verantwortung der deutschen Führung und Wehrmacht, die Lebensbedingungen der Bevölkerung und die Kraft organisierter Solidarität. Er würdigt die Rote Armee, deren militärischer Widerstand und Sieg die Befreiung ermöglichten, und erinnert daran: Dieses deutsche Massenverbrechen verlangt ein Gedenken, das die Täter benennt.
Rechtsruck mit sozialem Treibstoff
Soziale Unsicherheit und politische Entfremdung bilden den Boden, auf dem die AfD in Sachsen-Anhalt wächst. Ihr Protestversprechen lenkt den berechtigten Zorn über Ausbeutung, Niedriglöhne und politische Ohnmacht auf Migranten und andere Feindbilder, während die Herrschaft des Kapitals und die Macht der Eigentümer unangetastet bleiben. Der Artikel untersucht diesen Widerspruch, die Klasseninteressen hinter dem rechten Aufstieg und die Grenzen einer Abgrenzung, die am bestehenden sozialen Kurs festhält. Er fragt, wie eine eigenständige Gegenkraft entstehen kann: durch die Organisierung der Lohnabhängigen, den gemeinsamen Kampf gegen Ausbeutung und Rassismus, den Schutz bedrohter Menschen und internationale Solidarität. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von sozialer Sicherheit, Klassenkampf und demokratischer Kontrolle über die Wirtschaft.
Kuba: gegen Kolonialismus, Kapital und Blockade Folge 1
Kuba war lange vor 1959 ein Schauplatz kolonialer Gewalt, rassistischer Unterdrückung und imperialistischer Ausbeutung. Folge 1 zeigt, wie die spanische Herrschaft eine auf Sklaverei gegründete Zuckerökonomie schuf und die USA den kubanischen Unabhängigkeitskampf ihren Interessen unterordneten. Armut, Landlosigkeit und Diktatur waren keine zufälligen Missstände, sondern Folgen einer Ordnung, in der Großgrundbesitzer, eine einheimische Oberschicht und das US-Kapital über den Reichtum der Insel verfügten. Der Sieg von 1959 markierte deshalb den Beginn eines Kampfes um wirkliche Souveränität, gesellschaftliches Eigentum und die Macht der arbeitenden Bevölkerung.
Back to Top